Archiv der Kategorie: SIS Informatik

QR-Rechnungen im Schweizer Zahlungsverkehr

In der Schweiz wurde per 30. Juni 2020 der nationale Zahlungsverkehr mit der Umstellung auf die QR-Rechnungen im Schweizer Zahlungsverkehr weiter digitalisiert und harmonisiert. Ab diesem Datum können Unternehmen QR-Rechnungen nutzen. Während der Übergangszeit, welche bis 30. September 2022 läuft, ist es noch erlaubt, mit den orangenen und roten Einzahlungsscheinen zu arbeiten. 

Langfristig soll die QR-Rechnung die roten und orangenen Einzahlungsscheine ersetzen. Die QR-Rechnung besteht grundsätzlich aus einem Einzahlungsschein und aus einem Zahlteil.

Für die QR gibt es drei Ausprägungen/Erscheinungsformen, mithilfe derer je nach Bedürfnis der Rechnungssteller, Datenfelder genutzt, kombiniert und weggelassen werden können.

Ausprägung 1: QR-IBAN und QR-Referenz

Diese Ausprägung ersetzt das ESR-Verfahren mit dem orangenen Einzahlungsscheinen. Durch Benutzung der QR-IBAN wird bei der Zahlungserfassung eine QR-Referenz zwingend erforderlich. DIE QR-Referenz entspricht der bisherigen ESR-Referenz (bestehend aus 26 numerischen Zeichen, gefolgt von einer Prüfziffer). Die ehemaligen ESR-Referenznummern können 1:1 übernommen werden. Die QR-Referenz darf nur in Kombination mit der QR-IBAN genutzt werden. Diese unterscheidet sich von der normalen IBAN durch eine andere QR-IID. Für die QR-IID wird ein Wertebereich zwischen 30000 und 31999 verwendet. Die angesprochene QR-IID (bei QR-IBAN) bzw. die IID (bei herkömmlichem IBAN) beginnt immer von links an der fünften Stelle, wobei durch die erste Ziffer der IID die QR-IID und die IID unterschieden werden kann. Die QR-IID beginnt immer mit Ziffer 3:

z.B.: IBAN mit IID:
CH21 8080 8 001 2345 6789 0

IBAN mit QR-IID:
CH21 3080 8001 23 45 6789 0

Ausprägung 2: IBAN ohne Referenz

Diese Ausprägung ersetzt den bisherigen roten Einzahlungsschein. Die Postkonto-Nr. entfällt, es reicht lediglich die IBAN aus. Außerdem können Zahlungszwecke nicht mehr nachträglich handschriftlich ergänzt werden. Der Zahlungszweck muss, wenn gewünscht, immer angedruckt werden.

Ausprägung3: IBAN und Creditor Reference

Die Creditor Reference hat die gleiche Funktion wie bei Ausprägung 1 die QR-Referenz. Die Berechnung der Creditor Reference folgt jedoch einer anderen Logik als die QR-Referenz. Die Logik der Creditor Reference ist im ISO-1169-Standard definiert. Sie kann im Gegensatz zur QR-Referenz auch im internationalen Zahlungsverkehr eingesetzt werden. Voraussetzung für den Einsatz einer Creditor Reference ist die Verwendung der IBAN.

Nutzung der QR-Rechnung

Für Zahlungen mit strukturierter Referenz können, wie oben aufgezeigt, die zwei Referenzarten

  • QR-Referenz (1:1-Ablösung der ESR-Referenznummer)
  • Creditor-Reference gemäß ISO-11649-Standard

verwendet werden.

Das zweiteilige Element “Zusätzliche Informationen” kann für alle Ausprägungen der QR-Rechnung verwendet werden. Das Element besteht aus “unstrukturierten Mitteilungen” und “Rechnungsinformationen”. Die unstrukturierten Informationen können zur Angabe eines Zahlungszwecks (siehe Ausprägung 2), sowie für ergänzende Informationen für Zahlungen mit strukturierter Referenz genutzt werden.

QR-Rechnungen in SIS REWE Go

Die neuen QR-Rechnungen im Schweizer Zahlungsverkehr können natürlich auch in SIS REWE Go eingelesen und weiterverarbeitet werden. Für konkrete Anforderungen und Informationen über QR-Rechnungen in SIS REWE Go können Sie uns natürlich gerne unter informatik@sisworld.com bzw. unter +43 2622 261 88 – 50 kontaktieren.

Quellen

https://www.paymentstandards.ch/dam/downloads/drehbuch-rechnung-steller-empfaenger-de.pdf

https://www.raiffeisen.ch/rch/de/firmenkunden/liquiditaet-und-zahlungsverkehr/harmonisierung-zahlungsverkehr/qr-rechnung/was-ist-qr-rechnung.html

https://www.kmu.admin.ch/kmu/de/home/praktisches-wissen/finanzielles/buchhaltung-und-revision/einfuehrung-der-qr-rechnung.html

 

Risk Monitoring der eigenen Lieferkette – sichern auch Sie sich Ihren Wissensvorsprung

Spätestens seit der globalen Corona-Pandemie und den Lieferproblemen, welche in manchen Branchen aufgrund der weltweiten Krise folgte, ist allen klar, welch große Bedeutung ein entsprechendes Risk Monitoring der eigenen Lieferkette hat. Durch ein gut strukturiertes Risk Monitoring ist es möglich, den Mitbewerbern immer einen Schritt voraus zu sein und obendrein die eigene Lieferkette hinsichtlich nachhaltigkeitsrelevanter Aspekte zu analysieren.

In unserer globalisierten und arbeitsteiligen Welt legen Rohstoffe und Produkte sehr oft weite Wege zurück. Um Rohstoffe und Produkte zu beziehen, sind oftmals zahlreiche Vorlieferanten in die eigene Lieferkette integriert. Aufgrund der vielen Vorlieferanten und der langen Wege ist es oft nur mit erheblichem Aufwand möglich, die gesamte Lieferkette der bezogenen Produkte und Rohstoffe zu überblicken.

So merkt man als Unternehmen in Europa oft erst zu spät, wenn es beispielsweise aufgrund von Protesten oder Hafenschließungen zu Lieferverzögerungen kommt, um noch rechtzeig kurzfristige Anpassungen der Lieferkette vorzunehmen.

Dabei wäre es für Unternehmen von erheblichem Vorteil, wenn sie rechtzeitig über etwaige Probleme informiert werden. Dadurch wären Sie Ihren Mitbewerbern einen Schritt voraus und könnten so einem möglichen Lieferengpass entgehen.

Zusätzlich ist es von immer größerer Bedeutung, die eigene Lieferkette auch hinsichtlich ökologisch und sozial nachhaltigen Arbeitsweisen und Arbeitsbedingungen im Auge zu behalten. Einerseits fordern die eigenen Kunden und Konsumenten zunehmend, dass ihre Produkte möglichst nachhaltig produziert und geliefert werden. Andererseits sind sich auch zunehmend die Unternehmen selbst ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst.

Ein entsprechendes Risk Monitoring der eigenen Lieferkette wäre dahingehend sowohl hinsichtlich ökonomischer, als auch hinsichtlich sozialer und ökologischer Aspekte sehr vorteilhaft.

 

Risk Monitoring der eigenen Lieferkette mit Prewave

Da wir von der SIS Informatik uns als Ihr Trusted Advisor sehen, und sie auch hinsichtlich aktueller Themen und hilfreichen Tools auf dem Laufenden halten wollen, haben wir auch zu diesem Thema etwas recherchiert und ein für Sie hilfreiches Tool gefunden, mithilfe dessen Sie einen Überblick über Ihre eigene Lieferkette behalten können.

Dabei handelt es sich um das Risk Monitoring von Prewave. Das Unternehmen entstand als Spin-off zu einem PhD-Projekt an der technischen Universität in Wien. Lisa Smith beschäftigte sich dabei damit, wie mithilfe von Social-Media-Daten verstanden werden kann, was entlang einer Lieferkette passiert. Im Anschluss wurde als Spin-off das Unternehmen Prewave gegründet. Dieses bietet an, mithilfe von Social-Media-Daten die Lieferketten ihrer Kunden zu analysieren. Dadurch können Risiken und Probleme entlang der Lieferkette identifiziert werden, wodurch die Unternehmen zielgerichtet und schnell reagieren können.

Prewave kann bereits verschiedene Erfolgsstories vorweisen, so konnten beispielsweise Seehafenstreiks fast 3 Wochen im Voraus prognostiziert werden. Die Kunden hatten dementsprechend einen Informationsvorteil und konnten schneller als die Konkurrenz auf das Problem reagieren.  Auch im Bereich Nachhaltigkeit konnten bereits diverse Erfolge verbucht werden. So konnten bereits beispielsweise diverse Nachhaltigkeitsrisiken entlang verschiedener Lieferketten aufgedeckt werden.

Um die eigene Lieferkette von Prewave analyiseren zu lassen, genügt es, die eigenen First-Tier-Lieferanten anzugeben. Mit diesen Informationen kann bereits die eigene Lieferkette mithilfe von Social-Media-Daten analysiert werden.

Mehr Informationen zum Unternehmen und den entsprechenden Dienstleistungen finden Sie unter folgenden Links:

Monatliches Erfolgsbenchmarking Apotheken – Projekt ApoStar

Ausgangssituation und Projektziele

In österreichischen Apotheken werden unterschiedliche Warenwirtschaftssysteme eingesetzt und lokal je Apotheke betrieben. Ein überbetrieblicher Vergleich ist damit nicht möglich. Mit dem Projekt ApoStar verfolgt der Apothekerverband zwei große Ziele:

  • Den Mitgliedern werden Kennzahlen und grafische Auswertungen zur Verfügung gestellt, um die eigene Performance im Vergleich zu Branchenkollegen besser beurteilen zu können.
  • Der Apothekerverband erhält pseudonymisierte und in weiterer Folge verdichtete Marktdaten. Dies ist eine wesentliche Säule für die interessenspolitische Arbeit des Apothekerverbandes.

Anforderungen an den Datenschutz

Da es sich bei den detaillierten Umsatzzahlen um sensible Daten handelt, wurde der Datenschutz von Anfang an in der Lösungsarchitektur berücksichtigt. Die Mitarbeiter des Apothekerverbands sehen nur pseudonymisierte Daten, die keinen Rückschluss auf einzelne Apotheken zulassen. Für das überbetriebliche Benchmarking zwischen den Apotheken wird sichergestellt, dass die Benchmarking-Gruppen so groß sind, dass auch hier die Anonymität gewahrt bleibt.

Inhaltliche Anforderungen

Die monatlichen Umsatzzahlen der einzelnen Apotheken liefern die Basis für eine detaillierte Auswertung je Apotheke, die dem Inhaber automatisch zugestellt wird. Die Vergleichsgruppe für das überbetriebliche Benchmarking kann der Inhaber selbst auswählen, beispielsweise: Apotheken in Niederösterreich in einem Einkaufszentrum. Damit wird dem unterschiedlichen Einzugsgebiet der Apotheken Rechnung getragen.

Projektablauf

Die Systemarchitektur basiert auf einer von SIS Informatik entwickelten Cloud-Lösung, die in einem Rechenzentrum innerhalb der EU gehostet wird. Es wurde ein standardisiertes Web-Service entwickelt, an das die unterschiedlichen Warenwirtschaftssysteme monatlich Daten liefern. In einem ausgefeilten ETL-Prozess werden die Daten auf syntaktische Korrektheit überprüft und verarbeitet.

Für die Teilnahmeregistrierung wurde ein Portal entwickelt. Die Prüfung der Berechtigung erfolgt unter Einbindung der pharmazeutischen Gehaltskasse.

Die monatlichen Standardauswertungen werden mit Qlik Sense und NPrinting erzeugt und automatisch an die registrierten Apotheken versendet.

Stand heute

Mittlerweile werden Daten aus fünf unterschiedlichen Warenwirtschaftssystemen angeliefert und verarbeitet. Rund 400 Apotheken nehmen an dem Benchmarking teil.

Für die Apotheken ist die Teilnahme mit keinen zusätzlichen Kosten und keinen monatlichen Arbeiten verbunden. Das Melden der Umsatzdaten erfolgt über das Warenwirtschaftssystem, die Auswertungen werden direkt in das berechtigte Postfach zugestellt.

Über den Apothekerverband

Seit 160 Jahren setzt sich der Apothekerverband für die Interessen der österreichischen Apothekerschaft ein.

Der Apothekerverband hat das klare Ziel, die wirtschaftliche Zukunft der heimischen Apotheken abzusichern. Er setzt sich aktiv dafür ein, das österreichische Gesundheitssystem mitzugestalten – damit die Apotheken den Versorgungsauftrag gegenüber der Bevölkerung auf höchstem Niveau erfüllen können.

Informationen und Tipps zum Home-Office – So nutzen auch sie das Home-Office ideal

Seit Beginn der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Lockdowns arbeiten viele Personen dauerhaft bzw. phasenweise von zu Hause aus. Für viele Unternehmen wird das Home-Office auch nach der Pandemie eine größere Rolle spielen als vorher. Außerdem wurden Ende Jänner 2021 vom Ministerrat Home-Office Regelungen beschlossen, die noch in der ersten Jahreshälfte in Kraft treten sollen. In diesem Beitrag finden Sie daher die wichtigsten Infos zu diesen Regelungen, sowie Tipps, wie auch Sie das Home-Office optimal nutzen können

Folgende drei Bereiche sind von der neuen Home-Office Regelung betroffen:

  • die Unfallversicherung
  • das Arbeitsrecht
  • die steuerlichen Aspekte
Unfallversicherung

Unfallversicherungstechnisch wird die Ausweitung der Unfallversicherung auf Home-Office-Tätigkeiten dauerhaft gelten. Ausnahme bilden hier Unfälle im Zusammenhang mit der Befriedigung lebensotwendiger Bedürfnisse.

Arbeitsrecht

Arbeitsrechtlich ist ein einzelvertragliches schriftliches Übereinkommen zum Home-Office zwischen Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen vorgesehen. Dieses kann aus wichtigen Gründen unter Einhaltung einer Frist von einem Monat widerrufen werden. Falls es im Betrieb einen Betriebsrat gibt, kann auch auf Betriebsebene ein Übereinkommen zum Home-Office getroffen werden.

Steuerliche Aspekte

Folgende steuerliche Aspekte sollen fürs Erste befristet bis Ende 2023 gelten:

  • Die Bereitstellung von Arbeitsmittel (z.B. Laptop) im Home-Office durch den*die Arbeitgeber*in stellt keinen steuerpflichtigen Sachbezug dar
  • Die freiwillige oder verpflichtende Abgeltung von Mehrkosten im Falle der Verwendung privater Arbeitsmittel soll bis zu € 300 pro Jahr steuerfrei sein (in diesem Fall liegt steuerpflichtiges Entgelt vor)
  • Nicht ausgeschöpfte Beträge können zusätzlich bei der Werbekostenpauschale geltend gemacht werden
  • Kosten für ergometrisch geeignetes Mobiliar können bis zu einem Betrag von € 300 pro Jahr als Werbungskosten in der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der*die Arbeitnehmer*in mindestens 26 Jahr im Home-Offfice arbeitet

Erfolgreiches Arbeiten mit Home-Office

Auch in der SIS Informatik GmbH konnten wir in diesem letzten Jahr wichtige Erfahrungen mit dem Home-Office Betrieb sammeln. In unserem Unternehmen funktioniert die dezentrale Arbeit vom Home-Office aus sehr gut, obwohl es natürlich eine große Herausforderung darstellt, wenn das Team physisch gesehen sehr dezentral arbeitet.

Da die dezentrale Arbeit vom Home-Office aus bei uns sehr gut funktioniert, haben wir an dieser Stelle hilfreiche Tipps zusammengetragen, die auch Ihnen helfen können, um das Home-Office ideal zu nutzen:

  • Moderne Ausstattung: Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit vom Home-Office aus ist natürlich eine moderne Ausstattung. Hier sind einerseits moderne Hard- und Software, sowie eine gute Internetverbindung und sichere Einwahlverfahren via VPN von Bedeutung. Andererseits ist aber auch gutes und ergometrisches Mobiliar (Bürostuhl, Schreibtisch etc.) von hoher Bedeutung, um erfolgreich und komfortabel von zu Hause aus arbeiten zu können.
  • Kommunikation innerhalb des Teams: Von sehr großer Bedeutung ist es auch, dass ein ständiger Informationsaustausch stattfindet. Hier sind vor allem die Führungspersonen gefragt, um mit regelmäßigen Online-Meetings und Telefonaten die Kommunikation innerhalb des Teams sicherzustellen.
  • Strukturierung des Arbeitstags: Legen Sie fest, wann Sie arbeiten, wann Sie Pausen machen und wann Sie Feierabend machen. Hier ist es auch wichtig, Ablenkungen möglichst zu vermeiden, damit Sie konzentriert arbeiten können und sich die Arbeitszeit nicht über den ganzen Tag  hinweg zieht.
  • Ziele setzen: Einerseits ist es wichtig, dass die Führungspersonen klare Ziele definieren um Orientierung zu liefern. Andererseits ist auch jede Arbeitskraft selbst gefragt, sich regelmäßig Zwischenziele bzw. Tagesziele zu setzen. Dadurch stellen Sie sicher, dass auch vom Home-Office aus der Betrieb möglichst normal weiterläuft.
  • Vertrauenskultur: Neben klaren Zielen ist aber auch das Vertrauen zwischen Arbeitnehmer*innen und Führungspersonen von großer Bedeutung. Absolute Kontrolle im Home-Office ist kaum möglich und auch sicher nicht förderlich, daher ist es wichtig, Vertrauen innerhalb des Teams zu fordern und zu fördern.
  • Kleidung und fester Arbeitsplatz: Versuchen Sie sich, auch wenn Sie von zu Hause aus arbeiten, entsprechend zu kleiden, anstatt den Arbeitstag im Pyjama zu verbringen, damit Sie selbst in die übliche Routine kommen und in den “Arbeitsmodus” schalten. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie einen festen Arbeitsplatz haben, auf dem Sie einen Großteil Ihrer Arbeit erledigen. Dies ist einerseits wichtig, um psychologisch gesehen nicht den ganzen eigenen Wohnbereich mit Arbeit zu verbinden, und andererseits, um auf diesem Arbeitsplatz in den “Arbeitsmodus” zu schalten.

Mit diesen Tipps können auch Sie das Home-Office optimal nutzen.

Weitere aktuelle und hilfreiche  Tipps zum Home-Office finden Sie auch in diesem ausführlichen Beitrag.

Quellen:

Hilfreiche Home-Office-Tipps für 2021

Weitere Tipps für erfolgreiches Arbeiten im Home-Office

Infos zu Home-Office Regelungen von TPA

(© Bild: Pixabay)

 

 

Tipps für Forderungsmanagement

Die Liquidität des Unternehmens ist mehr denn je das Gebot der Stunde. Damit Sie selbst zahlungsfähig bleiben, ist es unerlässlich, die eigene Liquidität im Auge zu behalten und zu verbessern. Dabei hat ein effizientes und effektives Forderungsmanagement eine große Bedeutung. Verschiedene Programmteile in SIS-REWE Go und SIS Forderungsmanagement unterstützen Sie dabei, einen genauen Überblick über Ihre Außenstände zu behalten und gegebenenfalls Maßnahmen zu setzen. In diesem Artikel finden Sie einige Tipps, wie sie schneller zu Ihrem Geld kommen und daher Ihre eigene Liquidität erhöhen, sowie Hinweise, wie Sie durch die Programmteile der SIS Informatik GmbH dabei unterstützt werden.

Tipp 1: Gestaltung der Zahlungsbedingungen auf Basis der Zahlungsmoral

Ein effektives Forderungsmanagement beginnt bereits bei der Gestaltung der Zahlungsbedingungen und einem entsprechenden Monitoring. Diese sollten bei Bedarf auch an die Zahlungsmoral und das Zahlungsverhalten der Kund*innen angepasst werden.

In SIS-REWE Go können Sie dahingehend neben den „Standardkonditionen“, welche Sie unter Verwaltung/Stammdaten je Konzern/Firmengruppenstamm festlegen, auch kundenindividuelle Bedingungen festlegen (über FIBU/Debitoren/Debitorenstamm/Firmengruppen).

Zusätzlich ist es über die Auswertungen „Ermittlung Zahlungsmoral“ und „Fälligkeitsanalyse Debitoren“ möglich, Informationen über die Zahlungsgewohnheiten der Kund*innen zu gewinnen, und eventuell Anpassungen bei den Zahlungsbedingungen vorzunehmen.

Verwaltung der Zahlungskonditionen und Monitoring der Zahlungsmoral
Verwaltung der Zahlungskonditionen und Monitoring der Zahlungsmoral
Tipp 2: Zeitnahe Fakturierung und klare Formulierung

Damit die Kund*innen möglichst zeitnah zahlen, ist es natürlich auch von Bedeutung, die Rechnungen unmittelbar mit Lieferung oder Ende der Leistungserstellung zu versenden. Um Rückfragen möglichst zu vermeiden, sollten klare Formulierung verwendet werden, da Unklarheiten einerseits Arbeitszeit binden, als auch den Zahlungseingang verzögern können.

Der Programmteil SmartFakt in SIS-REWE Go ermöglicht es Ihnen, einerseits Rechnungen effizient zu erstellen und etwaige Formulierungen zu verwalten, als auch andererseits Rechnungen direkt über das Programm via E-Mail zu versenden. Das Belegübersichtsprogramm gibt Ihnen wiederum Auskunft über den Status der einzelnen Rechnungen. Somit können Sie sicherstellen, dass Ihre Kund*innen rechtzeitig Ihre Rechnungen erhalten.

Auch rechtzeitige und genau formulierte Fakturierung trägt zur Verbesserung des Forderungsmanagements bei
Fakturierung und Versand der Rechnungen via SmartFakt
Tipp 3: Mahnungen

Sollten Kund*innen nicht rechtzeitig zahlen, bleibt oft nichts anderes übrig als Sie zu mahnen. Auch hier ist es wichtig, Mahnungen klar zu formulieren und exakte Angaben zu machen. Weiters ist auch ein exakter Mahnplan von Bedeutung, mithilfe dessen Sie Mahnparameter festlegen (Wann wird gemahnt? Wie oft wird gemahnt? Ab wann werden Verzugszinsen und Mahnspesen verrechnet? etc.).

Auch hier liefert SIS-REWE Go diverse Hilfestellungen. Unter FIBU/Debitoren/Mahnungen/Mahnparameter können die Mahnparameter festgelegt und effizient verwaltet werden. Außerdem können auch hier wieder individuelle Mahntexte festgelegt und verwaltet werden, mithilfe derer Sie die Kund*innen über ihren Zahlungsverzug in Kenntnis setzen . Das Herzstücks des Mahnsystems bildet aber das eigentliche Mahnprogramm, mithilfe dessen Mahnpakete erstellt, bearbeitet und abgeschlossen werden können. Auch hier ist es wiederum möglich, die Mahnungen unmittelbar via E-Mail an die Kund*innen zu versenden (auch in Kombination mit den entsprechenden Rechnungen.

Mahnungen
Ein gut organisierter Mahnzyklus ist wesentlich für ein erfolgreiches OP-Management
Tipp 4: Überblick über die offenen Posten und Kommunikation mit den Kund*innen

Besonders wichtig ist es auch, jederzeit einen guten Überblick über die offenen Posten zu haben, um die derzeitige Situation evaluieren zu können. Neben einem entsprechenden Monitoring der offenen Posten, ist es auch wichtig, rechtzeitig mit den Kund*innen Kontakt aufzunehmen. Dadurch können Sie einerseits Informationen  gewinnen, und andererseits sicherstellen, dass die Forderungen möglichst schnell und vollständig beglichen werden.

Hier bietet vor allem das neue Modul SIS-Forderungsmanagement Unterstützung. Dieses Modul stellt sicher, dass Sie jederzeit einen Überblick über die offenen Posten haben, als auch dass sie einen genauen Einblick in die jeweiligen offenen Posten haben. Im Dashboard kann anhand diverser Diagramme ein Überblick gewonnen werden. Im Detailschirm hingegen finden Sie relevante Informationen zu den einzelnen Kund*innen und den einzelnen offenen Posten (Wann ist der OP fällig? Wie lange ist er bereits überfällig? Gab es bereits Mahnungen? Wie hoch ist der Betrag des/der OP/s? Wie sieht es generell mit der Zahlungsmoral der jeweiligen Kund*innen aus? etc.). Außerdem kann mithilfe des Moduls standortunabhängig jederzeit via E-Mail oder Telefon Kontakt zu den Kund*innen aufgenommen werden. Dadurch kann das eigene Forderungsmanagement weiter verbessert werden.

FOMA
Das SIS-Forderungsamangement liefert einen genauen Einblick in die offenen Posten und ermöglicht eine effiziente Kommunikation mit den Kund*innen

Weitere Informationen zu den entsprechenden Programmteilen finden Sie unter den entsprechenden Links. Außerdem können Sie jederzeit unter informatik@sisworld.com bzw. unter +43 2622 261 88 50 Kontakt zu uns aufnehmen.

 

Außerdem finden Sie unter folgenden Links weitere Tipps fürs Forderungsmanagement:

https://www.aifinyo.de/ratgeber/inkasso/forderungen-eintreiben-5-wirksame-tipps/ 

Änderungen Aufgrund von Brexit

Nachdem Großbritannien am 31. Jänner 2020 aus der EU ausgetreten ist, war es bis zum Ablauf der Übergangsfrist in steuerlicher Hinsicht weiterhin als Mitgliedsstaat zu behandeln. Die angesprochene Übergangsfrist endet jedoch mit 31. Dezember 2020, weswegen Großbritannien ab 1. Jänner 2021 als Drittstaat zu behandeln ist. In diesem Artikel finden Sie einen kurzen Überblick über die Änderungen aufgrund des BREXIT für User*innen von SIS-REWE Go.

Änderungen Mehrwertsteuer

Da Großbritannien ab 1. Jänner 2021 als Drittland anzusehen ist, sind Lieferungen in das Vereinigte Königreich als Ausfuhrlieferungen gemäß § 6 Abs. 1 Z 1 iVm § 7 Abs. 1 UstG 1994 zu deklarieren, anstatt wie bisher als innergemeinschaftliche Lieferungen gemäß Art 6 Abs. 1 iVm Art. 7 Abs. 1 UstG 1994.

Genauso sind Lieferungen aus Großbritannien grundsätzlich als Einfuhr gemäß § 1 Abs. 1 3 UstG 1994 zu deklarieren, anstatt wie bisher als innergemeinschaftlicher Erwerb gemäß Art. 1 UstG 1994. Der Vorsteuerabzug für Einfuhren ist unter Voraussetzung von § 12 Abs. 1 Z 2 UstG 1994 möglich.

Eine Ausnahme bilden Lieferungen von bzw. nach Nordirland, diese sind auch nach 31. Dezember 2020 als innergemeinschaftliche Lieferungen bzw. Erwerbe zu behandeln.

Die Kurzanleitung, wie Steuersätze in SIS-REWE Go verändert/neu angelegt werden können, finden Sie hier.

Änderungen UID-Nummern und Zusammenfassende Meldung

Auch britische UID-Nummern mit dem Präfix „GB“ gelten ab 1. Jänner 2021 nicht mehr als UID-Nummer eines Mitgliedstaates (ausgenommen sind auch hier UID-Nummern nordirischer Unternehmen, diese enthalten den Ländercode „XI“).

Dadurch können auch UID-Nummern mit dem Präfix „GB“ nach dem 31. Dezember 2020 nicht mehr in die Zusammenfassende Meldung aufgenommen werden bzw. bei Bestätigungsverfahren validiert werden. Lediglich Anpassungen betreffend Meldezeiträumen vor dem 1. Jänner 2021 sind weiterhin möglich.

Änderungen MOSS/eVAT

Außerdem kann ab 1. Jänner 2021 auch der MOSS (Mini-One-Stop-Shop) für Dienstleistungen in das Vereinigte Königreich nicht mehr verwendet werden.
In Großbritannien ansässige Unternehmen müssen des Weiteren in der EU steuerbare Dienstleistungen ab dem 1. Jänner 2021 über das „Drittlandsschema“ gemäß § 25a UstG 1994 erklären.

Änderungen SEPA-Zahlungsverkehr

Großbritannien bleibt zwar weiterhin über SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften erreichbar, jedoch sind betreffende Zahlungen nicht mehr preisreguliert. Außerdem sind aufgrund des Austritts auch die Bestimmungen der EU-Geldtransferverordnung für Nicht EWR-Staat einzuhalten.

Betroffen sind Zahlungen mit IBAN beginnend mit “GB” oder “GI”, sowie BICs mit “GB” bzw. “GI” an 5. und 6. Stelle.

Um zu verhindern, dass ungewollterweise zu hohe Spesen bei einer SEPA-Zahlung von bzw. nach Großbritannien anfallen, wird in SIS-REWE im Protokoll eine Meldung ausgegeben, die Sie auf mögliche Kosten aufmerksam macht. Soll keine SEPA-Überweisung bzw. -Lastschrift mit dem entsprechenden Konto erfolgen, kann bei den Bankverbindungen die Option “Keine SEPA-Bankverbindung” ausgewählt werden.

Weitere Informationen zu den hier angegebenen Änderungen sowie zu weiteren Änderungen finden Sie in den unten angegebenen Quellen.

Sollten Sie Unterstützung bei Umstellungen bezüglich der Änderungen aufgrund des BREXIT in SIS-REWE Go benötigen, wenden Sie sich einfach unter informatik@sisworld.com an unsere Helpline.

Quellen

https://www.bmf.gv.at/public/top-themen/brexit/steuern-brexit.html

https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/brexit.html

https://www.icon.at/de/publikationen/news/?tx_newsicon_pi2%5Bnews%5D=1664&tx_newsicon_pi2%5Baction%5D=detail&tx_newsicon_pi2%5Bcontroller%5D=News&cHash=563788e11fa14e479762cd1654d1675e

OBERBANK SETZT AUF FAST EDIT ZUR BEURTEILUNG DER KREDITRISKEN

Fotonachweis: Dietmar Tollerian

Ausgangssituation

Die Oberbank hat ein Risikocockpit auf Basis IBM Cognos im Einsatz, mit dem Kennzahlen zur Kreditrisikosteuerung ermittelt und allen Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kreditprozess zur Verfügung gestellt werden.

Diese Kennzahlen werden von den Geschäftsstellen analysiert und inhaltlich kommentiert. Um diesen Ablauf zu digitalisieren und formalisieren, wurde von Oberbank ein Projekt mit folgenden Anforderungen definiert:

Inhaltliche Anforderungen

Die Zahlen des Cockpits sollen mehrstufig kommentiert werden. Analyse und Kommentar erfolgt durch die Geschäftsstelle, die Gebietsleitung prüft und ergänzt die Kommentare der Geschäftsstelle und leitet diese an die Unternehmensleitung weiter.

Technische Anforderungen

  • Integration in das BI System
  • Keine neue Applikation für die Anwender und damit kein Roll-out notwendig
  • Wenig Schulungsbedarf
  • Revisionssicherheit: Lückenlose Verfolgung der Eingaben und Änderungen

Als weitere Anforderung wurde definiert, dass die Entwicklung der Business Cases durch die Fachabteilung im Haus erfolgen soll.

Im Zuge der Evaluierung wurde von SIS ein Prototyp auf den Testsystemen der Oberbank erstellt und den Anwendern vorgestellt.

Projektablauf

Fast Edit wurde von der Oberbank installiert und mit dem BI System integriert.

In zwei ganztägigen Workshops wurden die Anforderungen besprochen und die Fachabteilung auf das Werkzeug geschult.

Danach konnte die Entwicklung selbstständig durch die Fachabteilung der Oberbank durchgeführt werden.

Stand heute

Die Anwendung ist flächendeckend in den 180 Geschäftsstellen im Einsatz.

Für weitere Ausbaustufen wurde eine Unternehmenslizenz von Fast Edit angeschafft.

Über Oberbank AG

Die Oberbank AG ist ein starker und erfolgreicher Partner für Unternehmen, Selbständige und PrivatkundInnen in Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn und verfügt neben dem klassischen Produkt- und Dienstleistungsportfolio einer Bank über spezielles Know-how im Bereich komplexer Unternehmensfinanzierungen sowie im Private Banking und Asset Management.

IG Versandhandel mit EU-one-stop-shop (EU-OSS)

Ab Juli 2021 können Versandhandelsumsätze an Nichtunternehmer über den EU-One-Stop-Shop (EU-OSS) erklärt. Dadurch muss nicht mehr in jedem EU-Land, in welchem Umsätze generiert werden, Steuernummern beantragt werden.

Bisher werden Waren, welche via Versandhandel an Nichtunternehmer oder an Schwellenerwerber verkauft wurden, dort besteuert, wo die Versendung bzw. Beförderung beginnt. Erst ab übersteigen der Lieferschwelle, welche in den meisten LändeDamitrn zwischen € 35.000 und € 100.000,- liegt, ist bisher die Lieferung im Bestimmungsland (Land des Leistungsempfängers) zu versteuern.

Mit 1. Juli 2021 werden die Lieferschwellen jedoch EU-weit abgeschafft, was bedeutet, dass die Versteuerung von innergemeinschaftlichen Versandhandelsumsätzen grundsätzlich im Bestimmungsland zu erfolgen hat. Ausnahmen gelten für Kleinstunternehmen mit Versandhandelsumsätzen bis zu € 10.000 pro Jahr, bei diesen ist weiterhin eine Besteuerung in dem Land vorgesehen, in dem die Versendung bzw. die Beförderung beginnt.

Erweiterung des MOSS

Damit nun nicht in jedem Land, in das geliefert wird, eine Steuernummer zu beantragt werden muss, wurde der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) um den EU-One-Stop-Shop (EU-OSS) ausgeweitet. Der EU-OSS ermöglicht es dann den österreichischen Unternehmen, die zu entrichtende Umsatzsteuer, welche im Rahmen innergemeinschaftlicher Versandhandelsumsätze entsteht, über FinanzOnline zu erklären und abzuführen.

Die Antragsstellung zur Registrierung zum EU-OSS erfolgt elektronisch über FinanzOnline. Nach erfolgreicher Antragstellung kann der EU-OSS ab dem Kalendervierteljahr angewandt werden, das auf die Antragstellung folgt.

Ohne EU-OSS muss der Unternehmer seine Umsätze in jedem Land erklären, in dem er Umsätze macht.
Mit EU-OSS muss der Unternehmer die Umsätze nur mehr beim heimischen Finanzamt melden, welches dann die richtige Verteilung vornimmt.
Anbindung an SIS REWE-Go und KEOPS

Sollten Sie planen, SIS-REWE-Go oder KEOPS an den EU-OSS anzubinden, unterstützen Sie unserer Mitarbeiter der SIS Informatik GmbH sehr gerne. Kontaktieren Sie dazu einfach unsere Helpline unter informatik@sisworld.com bzw. unter der Telefonnummer +43 (2622) 261 88 – 50.

Quellen:

https://news.wko.at/news/wien/Online-Shops-Aenderung-bei-Umsatzsteuer.html

https://www.usp.gv.at/Portal.Node/usp/public/content/steuern_und_finanzen/umsatzsteuer/umsaetze_innerhalb_eu/44668.html 

https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/fuer-unternehmen/umsatzsteuer/informationen/faq-eu-umsatzsteuer-one-stop-shop.html

 

Mini-One-Stop-Shop (MOSS) für EU-Umsätze

Um nicht mehr in jedem EU-Mitgliedstaat, in dem Umsätze generiert werden, eine Steuernummer beantragen zu müssen, kann unter bestimmten Voraussetzungen der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) verwendet werden. Hier können Sie wichtige Informationen zum MOSS sowie weitere interessante Quellen zum Thema finden.

Der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) ermöglicht es, sich in nur einem EU-Mitgliedstaat zu registrieren und in weiterer Folge alle Umsätze in Mitgliedsstaaten, welche unter die entsprechende Sonderregelung fallen, über den MOSS zu erklären. Dadurch muss nicht mehr in jedem Mitgliedstaat eine Registrierung durchgeführt und eine entsprechende Steuernummer beantragt werden, in dem Umsätze erzielt werden.

Relevante Umsätze für Mini-One-Stop-Shop

Unter die entsprechende Sonderregelung fallen alle elektronisch erbrachten sonstigen Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- oder Fernsehdienstleistungen an Nichtunternehmer. Zusätzlich können ab 1. Juli 2021  alle via Versandhandel an Nichtunternehmer oder Schwellenerwerber getätigten Umsätze über den MOSS erklärt werden (Mehr dazu hier).

Entscheidet sich ein Unternehmen für die Nutzung des MOSS, sind alle oben angeführten Umsätze in EU-Ländern, welche in Mitgliedstaaten anfallen, in denen das Unternehmen weder eine Betriebsstätte hat, noch das Unternehmen betrieben wird,  darüber zu erklären. In den Ländern, in denen das Unternehmen eine Betriebsstätte hat bzw. das Unternehmen betrieben wird, erfolgt die Umsatzsteuererklärung nach den allgemeinen Vorschriften des Landes (z.B. UVA und Jahreserklärung).

Ohne Mini-One-Stop-Shop muss der Unternehmer seine Umsätze in jedem Land erklären, in dem er Umsätze macht.
Mit Mini-One-Stop-Shop erfolgt die Registrierung und Erklärung der Umsätze in dem Land, in dem die Registrierung beantragt wurde. Das zuständige Finanzamt übernimm die richtige Verteilung.
Antragstellung & Erklärung

Für Unternehmen mit Sitz in einem EU-Mitgliedsstaat kann das EU-Schema lt. Art 25a UstG angewandt werden. Befindet sich weder der Sitz der wirtschaftlichen Tätigkeit noch eine Betriebsstätte innerhalb der EU, kann der Mitgliedstaat der Identifizierung frei gewählt werden, es ist jedoch das Nicht-EU-Schema lt. § 25a UstG anzuwenden.

Die Antragstellung für die Registrierung zum MOSS lt. EU-Schema erfolgt elektronisch über FinanzOnline, bzw. bei Registrierung zum MOSS lt. Nicht-EU-Schema über das vom Bundesministerium für Finanzen eingerichtete Portal . Der MOSS kann dann bei positiver Antragstellung ab dem Kalendervierteljahr angewandt werden, das auf die Antragstellung folgt.

Die Erklärung selbst erfolgt dann ebenfalls elektronisch über FinanzOnline (im EU-Schema) bzw. über das Portal (im Nicht-EU-Schema). Außerdem können die Erklärungen auch als XML hochgeladen werden. Links zu Testumgebungen für das MOSS bzw. XSD und XML-Muster gibt es am Ende dieses Artikels unter den Quellen.

Mini-One-Stop-Shop in SIS REWE-Go und KEOPS

Sollten Sie eine Anbindung von SIS REWE-Go bzw. von KEOPS an den MOSS planen, unterstützen Sie unsere Mitarbeiter der SIS Informatik GmbH sehr gerne. Kontaktieren Sie dazu einfach unsere Helpline unter informatik@sisworld.com bzw. unter der Telefonnummer +43 (2622) 261 88 – 50.

Quellen

https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/fuer-unternehmen/umsatzsteuer/informationen/faq-eu-umsatzsteuer-one-stop-shop.html

https://www.jusline.at/gesetz/ustg/paragraf/25a 

Testumgebung MOSS EU Schema

Testumgebung MOSS Non-EU Schema

Anleitung für die Testumgebung (deutsch) (PDF, 766 KB)

Anleitung für die Testumgebung (englisch) (PDF, 764 KB)

XSD und XML-Muster (download) (1 KB)

SIS-REWE Service Pack 7.7.14

Mit dem SIS-REWE Service Pack 14 wurden weitere Programmverbesserungen durchgeführt, sowie neue Features für die Nutzer eingebaut. Hier finden Sie alle Neuerungen, welche das neue Service Pack mit sich bringt. Im beigefügten Dokument “SIS-REWE Releaseinfo ab 7.7.0 bis 7.7.14” finden Sie eine Zusammenfassung aller Neurungen seit SIS-REWE 7.7.0.

Finanzbuchhaltung

Neue Steuerkennziffern aufgrund von vorübergehender Mehrwertsteuersenkung

Aufgrund der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung auf 5 % für die Bereiche Gastronomie, Beherbergung und Publikationen gibt es nun am UVA-Formular die neuen Steuerkennziffern 009 & 010. Diese wurden nun in das Programm integriert und können bei den entsprechenden Steuerschlüssel hinterlegt werden.

Speichern von Fenstergrößen

Durch dieses Feature ist es möglich, optional Fenstergrößen und Fensterpositionen zu speichern. Wird z.B. der Buchungsschirm vergrößert bzw. auf eine gewünschte Position verschoben, merkt sich das Programm Position & Größe des Fensters und öffnet es beim nächsten Aufruf an der gleichen Position bzw. in gleicher Größe. Das Feature kann ganz einfach über ein Kennzeichen aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Ausgabe Tage überfällig am OP-Schirm im Buchungsprogramm

Durch diese Änderung kann nun über einen Systemparameter (FBS00150/28) gesteuert werden, ob die “Tage überfällig” im OP-Schirm des Buchungsprogramms immer angezeigt werden, oder nur wenn der Skontobetrag ungleich 0 ist.

Richtige Ermittlung des Überweisungskennzeichens für Banken mit Zahlungswährung ungleich €

Bei Zahlungen von Banken mit Währung ungleich € wurde als  Überweisungskennzeichen “Internationale Überweisung” ermittelt, wenn mit der entsprechenden Zahlungswährung gezahlt wurde. Dies wurde nun auf Anforderung geändert, somit wird nun bei Banken, deren Zahlungswährung ungleich € ist, ebenfalls die Überweisungsart “Standard” ermittelt, wenn in der entsprechenden Zahlungswährung gezahlt wird.

Anlagenbuchhaltung

Windream-Aufruf aus der SIS-REWE Anlageverwaltung

Durch Aktivierung der Systemeinstellung VARINT ANL_ARCHIVNR steht in der Anlagenverwaltung nun der Button “Aufruf Archiv” zur Verfügung. Mit diesem kann Windream für die gewünschte Anlage aufgerufen werden.

Kostenrechnung

Buchungen im Bewegungsdisplay ohne Kontonummer

Im KORE Bewegungsdisplay wurde bei KORE-Buchungen ohne eine Kontonummer die Kostenart nicht angezeigt. Durch eine Änderung wird nun auch bei KORE-Buchungen ohne Kontonummern die Kostenart am Bewegungsdisplay angezeigt wird.

Fakturierung

Erfassung von Kostenträgern auf Positionsebene

Bisher konnte pro Rechnung nur ein Kostenträger erfasst werden. Durch eine Programmänderung ist es nun möglich, für jede Rechnungsposition unterschiedliche Kostenträger zu erfassen. Dadurch können nun in einer Ausgangsrechnung mehrere Kostenträger erfasst und übergeleitet werden.

Keine fehlerhafte Mehrfacherstellung von Belegen mehr möglich

Bisher war es (wenn auch sehr selten) möglich, dass von verschiedenen Mitarbeitern, welche zufällig komplett zeitgleich in verschiedenen Sessions einen Lieferschein in eine Rechnung umwandeln wollten, zwei Belege erstellt wurden, von denen einer wieder gelöscht werden musste.

Durch eine Programmänderung kann nun auch dann kein Beleg mehrfach erstellt werden,  wenn mehrere Mitarbeiter in verschiedenen Sessions den gleichen Lieferschein komplett zeitgleich in eine Rechnung umwandeln wollen. Sobald ein Mitarbeiter aus dem Lieferschein eine Rechnung erstellt, erscheint in der parallel laufenden Session eine Info und das Fenster wird aktualisiert.

Verwaltung

Änderungen von bereits erstellten Jobs im Job-Scheduler

Bisher konnten bereits erstellte Jobs nur von einer Person, welche den Job erstellt hat, sowie mit dem Benutzer SISADMIN (mit diesem Benutzer kann nur das SIS-Team auf das Programm zugreifen) verändert werden. Ab jetzt kann ein Job in Abwesenheit der Person, welche den Job erstellt hat, auch mithilfe des Benutzers SISOPER verändert werden.

Sonstiges

Zahlungsreferenz internationale Zahlung

Durch eine Programmmänderung wird nun auch die Überweisungsart “I – internationale Zahlungen” erkannt und als Zahlungsreferenz befüllt.